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Einblicke

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Reifenentwickler ohne Reifen

Continental ist viel mehr als „nur“ Reifen – sogar innerhalb der Division Reifen: mit Kollegen aus verschiedensten Konzernteilen schnüren die Systementwickler Rundum-Sorglos-Pakete für Kunden. Zum Beispiel mit Hilfe des ContiPressureCheck-Systems, dem neuartigen Kontrollsystem für den Reifendruck beim Lkw.

Mit Reifen hat Jörg Lehmann eigentlich nichts zu tun. Dabei arbeitet der promovierte Elektrotechniker schon seit über 15 Jahren bei Continental Reifen in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Hannover-Stöcken. Doch in Lehmanns Bereich, der Systementwicklung für Nutzfahrzeugreifen, liegen keine Gummiproben und Profilmuster auf den Schreibtischen, sondern kleine schwarze Kästen und transparente Plastikteile. Insgesamt 40 verschiedene Teile gehören zum so genannten ContiPressureCheck, einem elektronischen Kontrollsystem für den Reifendruck, das Lehmanns Team neu entwickelt hat.

„Zunächst kam beim Pkw das Thema intelligente Reifen auf“, erzählt Jörg Lehmann, seine wachen Augen blitzen hinter der randlosen Brille. „Intelligente Reifen ‚sprechen’ mit dem Fahrzeug, indem sie wertvolle Daten für elektronische Fahrzeugregelsysteme wie ABS und ESP liefern. Wir haben überlegt, was man beim Lkw machen könnte.“ Das Ergebnis: ein im Reifen befestigter Sensor, der automatisch Reifendruck und -temperatur misst. Die Daten werden per Funk auf ein Display im Fahrerhaus übermittelt, das den Fahrer bei Druckverlust warnt. Schließlich ist zu wenig Luft auf dem Reifen die Pannenursache Nummer eins bei Lkw – mit immensen Folgekosten.

Bauteile aus aller Welt

Mit der „Automotive Group“ hat Continental einen Elektronikbereich im Haus – der ideale Partner für die Entwicklung des Sensors im Reifen. Der Sensor selbst steckt in einem kleinen, schützenden Gummicontainer, den die Kollegen von ContiTech in Timisoara, Rumänien, fertigen. Und der Empfänger, die zentrale Steuerungseinheit, die die Sensorsignale entweder direkt oder über Antenne aufnimmt, stammt von der Division Interior in Guadalajara, Mexiko. „Wir spezifizieren in unserer Abteilung das System“, erklärt Jörg Lehmann. „Das heißt, wir sagen, was es können muss, und geben die einzelnen Teile hinterher frei.“ Den Rest machen die Experten für die jeweiligen Komponenten. Und die sitzen bei so komplexen Produkten wie dem ContiPressureCheck eben weltweit verteilt im ganzen Konzern.

Rund um die Mechanik sind die Wege besonders kurz: Neben der Systementwicklung leitet Jörg Lehmann auch die Abteilung Lkw-Reifenmechanik: „Gerade arbeiten wir an einem Prüfsystem, das per Sensor die Profiltiefe misst. Da holen wir uns dann Rat von den Kollegen.“ Die Software für die zwar recht trivial aussehenden, aber dennoch hochintelligenten Kontrollgeräte programmiert die Forschungswerkstatt „TrendAntenna“ von Continental Automotive in Regensburg: 40 Studenten und Wissenschaftler arbeiten hier an digitalen Lösungen für die Autowelt von morgen. 


Mit den Augen des Sensors 

„Unsere Technologie erlaubt noch viele andere hoch interessante Anwendungen“, erzählt Jörg Lehmann und springt auf seinen Turnschuhen kurz ins Nachbarbüro. Zurück kommt er mit einem kleinen, durchsichtigen Kasten, darin steckt eine dicht bestückte Leiterplatte – ein Prototyp, der heute Nachmittag erstmalig bei einem Testkunden eingebaut werden soll. Die Software für die zwar recht trivial aussehenden, aber dennoch hochintelligenten Kontrollgeräte programmiert die Forschungswerkstatt „TrendAntenna“ von Continental Automotive in Regensburg: 40 Studenten und Wissenschaftler arbeiten hier an digitalen Lösungen für die Autowelt von morgen.

„Gerade haben wir den Zuschlag für die Entwicklung eines neuen Kontrollsystems erhalten. Dabei empfängt nicht der Fahrer, sondern der Flottenmanager in seinem Büro die Daten“, erklärt Lehmann mit leuchtenden Augen. Früher hat der Kunde für 50 Sattelzüge mindestens vier Stunden gebraucht, um bei sämtlichen Reifen den Druck manuell abzulesen. Künftig werden es nur noch zwei Minuten sein – am Computer.

„Bei neuen Pkw sind Reifendruckkontrollsysteme in der Europäischen Union seit Ende 2014 gesetzlich vorgeschrieben“, erklärt Lehmann. „Beim Lkw noch nicht.“ Hier ist die Voraussicht der Spediteure gefragt – und das perfekte Zusammenspiel der Conti-Welt.

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