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Nicht ohne meine Katze. Und meinen Freund.

Silke Bronold zieht von Hannover nach Cuenca in Ecuador, wo sie im Reifenwerk von Continental das Qualitätsmanagement leiten wird. Im Gepäck hat sie ein gesundes Selbstbewusstsein – und noch vieles mehr.

„Etwas drehen, bitte – und lächeln!“ Silke  dreht sich und strahlt heller als die Scheinwerfer am Foto-Set. In Rekordzeit sind die Aufnahmen im Kasten, der Fotograf ist hochzufrieden. „Ach, das macht doch Spaß“, winkt die 31-Jährige lächelnd ab und lässt sich für unser Interview in einen weißen Sessel sinken. Den Stress, den sie zur Zeit hat, sieht man ihr nicht an: mit den entspannten Gesichtszügen und der lockeren Flechtfrisur könnte sie auch geradewegs aus dem Urlaub kommen. Dabei ist das Gegenteil der Fall: Silke startet im Job gerade so richtig durch. In wenigen Wochen übernimmt sie die Leitung des Qualitätsmanagements im Reifenwerk von Continental in Cuenca, Ecuador. Und zieht dafür einmal quer über den Atlantik nach Südamerika, zusammen mit Freund, Katze, Fahrrad und diversen Küchenutensilien.

„Es gibt jetzt viel zu organisieren“, sprudelt Silke hervor. Ihre Wohnung in Hannover muss gekündigt werden, genau wie das Abo beim Fitness-Center und vieles mehr; den Container für den Hausrat muss sie buchen. Und dann ist da noch Katze Zoey, die auch mitreisen soll, aber noch kein Flugticket hat. Außerdem arbeitet Silke noch bis Ende Mai in ihrem alten Job als Ingenieurin in der Produktindustrialisierung bei Continental Nutzfahrzeugreifen – an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Produktion. „Wir sorgen dafür, dass die neuen Reifen reibungslos in Serie gehen können“, erklärt die 31-Jährige, die vor sechs Jahren nach ihrer Zeit als Trainee als Reifenentwicklerin angefangen hat. Jetzt arbeitet sie ihren Nachfolger ein – und bereitet sich gleichzeitig auf ihre neue Aufgabe in Ecuador vor.

Crashkurs Quality

„Neulich war ich für eine Woche in Aachen auf Schulung“, erzählt Silke. Im dortigen Pkw-Werk ist sie mit dem Qualitätsmanager mitgegangen – „ein Crash-Kurs“, sagt sie schmunzelnd. Bisher hatte sie mit dem Qualitätswesen nur mittelbar zu tun, etwa, wenn es um die Änderung der Spezifikation für eine neue Laufflächenmischung ging. Den Job in Cuenca trauten ihre Chefs ihr trotzdem zu: „Nach dem Traineepool und einem Assessment Center stand ich auf einer Liste von Leuten mit Potenzial für eine Führungsposition.“ Hinzu kam: Silke kannte das Werk in Cuenca, denn sie hatte es bisher bei der Produktindustrialisierung betreut. Und im Werk kannte man sie: „Ich habe dem Werksleiter gesagt, dass ich mir den Wechsel vorstellen kann – wenn mein Freund mitkommt.“ Der Südafrikaner mit britischem Pass arbeitet nämlich auch bei Continental. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg: Und so bot man auch dem Freund einen passenden Job im Werk in Cuenca.

Ein paar Zweifel hegte Silke dennoch: „Ich hatte ja noch nie Personalverantwortung, und jetzt plötzlich für zwanzig Männer, die vor allem Spanisch sprechen?“ Aber ihr Chef und der neue Werksleiter machten ihr Mut – und  Silke fand in sich das nötige Selbstbewusstsein. Hinzu kam die Freude auf das Abenteuer Ecuador. „Die Leute im Werk von Cuenca sind begeistert bei der Arbeit und sehr aufgeschlossen“, freut sie sich. Schon als Kind hatte sie ihren Vater auf seinen Touren als Lkw-Fahrer am liebsten in südliche Gefilde begleitet: „Ich liebe die fremde Kultur und wollte schon immer besser Spanisch sprechen.“

Aus Bayern in die weite Welt

Schon als Silke zum Maschinenbau-Studium nach Regensburg ging, staunten die Leute in ihrem bayerischen Heimatdorf nicht schlecht. Das Studium finanzierte sie sich als Werksstudentin bei Siemens VDO, heute ein Teil von Continental. Und als sie anschließend als Trainee nach Hannover ging, schenkten ihre Freunde ihr zum Abschied einen alten Lkw-Reifen: „Ich habe mich daran geschnitten, denn ich wusste nicht mal, dass da Stahl drin steckt“, lacht sie. Doch so richtig auf den Reifengeschmack kam sie erst bei ihrem Aufenthalt in einem Werk in Südafrika: „Dort habe ich gesehen, wie komplex ein Reifen aufgebaut ist – und wie faszinierend es ist, das alles bei der Entwicklung zu berücksichtigen!“

Ihre bayrische Heimat vermisst sie schon, gibt Silke zu. Aber die Arbeit sei ihr wichtiger. Und ein Stück Heimat nimmt sie nun auch von Deutschland mit nach Ecuador: ihre guten Backformen, Töpfe und Messer, die sie zum Kochen und Backen braucht. „Auch ins Büro bringe ich gern mal einen Kuchen mit“, sagt sie. Silkes neue Kollegen in Cuenca dürfen sich freuen.

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