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Reifen kaufen

Angaben auf der Seitenwand

Es gibt eine Reihe nützlicher Informationen, die auf der Seitenwand des Reifens zu finden sind:

Beim ersten Blick auf die Reifen-Seitenwand kann jeden Besitzer eines Fahrzeugs schon mal das Gefühl der Überforderung übermannen. Dabei hält die Reifenbezeichnung alle nötigen Informationen bereit, die für Sie von Interesse sind. Dazu zählen: 

  • Breite des Reifens in Millimeter
  • Prozentuale Höhe der Reifen-Seitenwand in Bezug auf die Reifenbreite
  • Durchmesser der Felge
  • Tragfähigkeitsindex
  • Lastindex
  • Geschwindigkeitsindex
  • Produktionswoche

Um zu erfahren, welche Reifengröße für Ihr Auto zulässig ist, gibt es zwei Wege: den Blick auf die Reifenbezeichnung an der Seitenwand des Reifens oder in die Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher: Fahrzeugschein). Welche Reifengrößen für das Fahrzeug freigegeben sind, geht aus den Eintragungen in den Zeilen 15.1 und 15.2 hervor. Eingetragen ist hier nur eine Größe bzw. eine Größenkombination, wenn auf Vorder- und Hinterachse unterschiedliche Reifendimensionen vorgesehen sind. Weitere mögliche Reifengrößen stehen im sogenannten CoC-Dokument ("Certification of Conformity") unter den Ziffern "32. Bereifung der Räder:" und/oder "50. Bemerkungen:" (Bilder 1b, 1c). 

Beispielsweise könnte am Reifen und in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 die Bezeichnung 205/55R16 zu sehen sein. Diese Kennzeichnung steht für eine Nennbreite des Reifens von 205 mm, ein Nenn-Querschnittsverhältnis von 55 % (Verhältnis der Querschnittshöhe zur Nennbreite, H/S).

Der Felgendurchmesser wird diagonal von Felgenrand zu Felgenrand ermittelt, das Maß wird meist in Zoll angegeben – in diesem Fall sind es 16 Zoll.

Die Reifenkennzeichnung R, die vor der Angabe des Felgendurchmessers steht, bedeutet, dass es sich bei diesem Pneu um einen Radialreifen handelt. 

Der Tragfähigkeitsindex (auch Lastindex, Load-Index oder LI-Wert) gibt an, wie schwer ein Reifen maximal belastet werden darf. Jedoch hängt die Belastbarkeit eines Reifens auch vom Fülldruck und der Fahrgeschwindigkeit ab. Die Maximallast darf unter keinen Umständen überschritten werden, da ein Reifen sonst leicht Schaden nehmen kann. Abzulesen ist der Tragfähigkeitsindex sowohl am Reifen als auch anhand der Zulassungsbescheinigung Teil 1. 

Am Reifen selbst folgt nach der Reifengröße folgt die Betriebskennung, zum Beispiel 91V. Gemäß der Lastindex-Tabelle steht die Zahl 91 für eine maximale Tragfähigkeit von 615 kg.

Die maximale Tragfähigkeit besteht aus der Kennzahl und dem Geschwindigkeits-Symbol.

Mit welcher zulässigen Höchstgeschwindigkeit Sie in Ihrem Auto fahren dürfen, verrät Ihnen auch ein Buchstabe. Dieser ist der Geschwindigkeitsindex, der in einer Tabelle abzulesen ist, in der die Höchstgeschwindigkeiten aller Reifen festgeschrieben sind (die sogenannte Geschwindigkeitsindex-Tabelle). Bei einer Reifenbetriebskennung von 91V steht der Geschwindigkeitsindex V gemäß Tabelle für eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.

Die Höchstgeschwindigkeit wird alphabetisch indexiert. Dabei bezeichnet A die niedrigste und Y die höchste Geschwindigkeitsklasse. 

Zusätzlich zur Höchstgeschwindigkeit gibt der Buchstabe auch Auskunft über Fahrkomfort, Traktion, Verschleiß und Kurvenstabilität. Pneus mit höherem Index bieten im Allgemeinen besseren Grip und höhere Bremsleistung, nutzen sich jedoch eventuell schneller ab und bieten bei Kälte weniger Performance. Daher sind mit V-, Z-, W- und Y- indizierte Reifen in der Regel besser für Sport- und Hochleistungsfahrzeuge geeignet, die sich in wärmeren Gefilden bewegen.

Damit Sie mehr Reifenleistung erhalten, können Sie Ihr Fahrzeug mit Reifen, die einen höheren Geschwindigkeitsindex haben, ausrüsten. Doch wenn Sie einen niedrigeren Index wählen, reduzieren Sie damit automatisch auch die zugelassene Höchstgeschwindigkeit Ihres Wagens auf den Wert, der für diesen Index angegeben ist.


Das Alter des Reifens lässt sich ebenfalls auf der Seitenwand ablesen; es ist hinter der DOT-Nummer zu finden ("Department of Transportation"). Die letzten vier Ziffern geben das Fertigungsdatum des Reifens wochengenau an. Die ersten zwei dieser Ziffern weisen die Produktionswoche aus (die Spanne reicht somit von „01“ bis „53“). Die letzten beiden Ziffern stehen für das Produktionsjahr (Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung „DOT XXXXXXX2714“ wurde in der 27. Woche des Jahres 2014 hergestellt).

Das Reifenalter stellt einen entscheidenden Sicherheitsfaktor dar. Deshalb sollte Reifen spätestens nach zehn Jahren ersetzt werden – dabei ist es egal, ob es sich um Sommerreifen oder um Winterreifen handelt. Doch auch schon früher können Schäden am Reifen entstehen, beispielsweise durch eine falsche Lagerung. Daher sollen sechs Jahre alte Reifen regelmäßig auf Alterungsrisse und Schäden durch eine Werkstatt überprüft werden. 

Das Alter des Reifens finden Fahrzeughalter auf der Seitenwand.

Was bedeuten die Angaben auf der Seitenwand?


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