# Unermüdlich.Blog
Auf Seefahrt: Ronny schippert nach Finnland!
Zwischen Wasser, Wartezeit und Entspannung
Ronny Nittmann
Hallo zusammen und schön, dass ihr (erneut) in unserem Blog vorbeischaut. Wie ihr im Beitrag „Zurück auf internationalen Straßen: Nordländer, wir kommen!“ lesen könnt, rollt die #ContiEuropeanRoadshow wieder durch Europa – und zwar Richtung Norden. Nach einiger Zeit, die wir nun in Deutschland unterwegs waren, freue ich mich riesig, zurück auf internationalen Straßen zu sein und neue Orte zu erkunden. Dazu tausche ich für 1.132 km zunächst einmal Asphalt gegen Wasser, denn es geht für den Showtruck und mich auf die Fähre nach Finnland.
Leinen los: von Travemünde nach Helsinki
Der Showtruck und ich steuern erstmal Richtung Travemünde. Die abendliche Fahrt dorthin habe ich mir zwar entspannter vorgestellt, doch alles blieb im Rahmen. Am Skandinavienkai im Fährhafen von Travemünde angekommen, geht zunächst alles sehr zügig: Anmeldung, Zimmerschlüssel und ich kann den Showtruck bereits nach zehn Minuten aufs Schiff fahren. Läuft also alles, wie am Schnürchen – dachte ich.
Ich parke den Truck und gehe in den Passagierbereich, wo das große Warten beginnt – der Grund: die Schlafkabinen können noch nicht bezogen werden, da ihre Reinigung noch nicht abgeschlossen ist. Für einige Passagiere mit Kindern eine wahre Herausforderung, da wir insgesamt über eine Stunde auf den Gängen rumstehen und das um zwei Uhr nachts. Da bin ich froh, nur mich selbst bei Laune halten zu müssen! Außerdem kann ich nachvollziehen, wie es zu dieser Situation kommt: Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten folgen dicht aufeinander und die Crew arbeitet bereits auf Hochtouren.
Als das Warten ein Ende hat, kann ich meine Schlafkabine mit Meerblick beziehen – und zwar ganz allein, was ein Glück! Freudig gestimmt, dass ich den begrenzten Platz nicht mit einem Fremden teilen muss, lege ich mich für eine sehr kurze, aber dennoch gute Nacht schlafen. Natürlich gespannt, was die Zeit auf der Fähre noch so mit sichbringt, denn ich verbringe hier sage und schreibe 30 Stunden! Eine ganz neue Erfahrung für mich…
Ronny Nittmann
Im Überblick: 30 Stunden auf der MS Finnlady
Bevor ich euch davon erzähle, wie ich die Zeit an Bord so erlebe, möchte ich erst einmal festhalten: 30 Stunden sind eine verdammt lange Zeit! Die Fähre von Finnlines – bisher die einzige Fährgesellschaft, die diese Route anbietet – hat jedoch einiges zum Zeitvertreib zu bieten:
- Live-Musik ab spätem Nachmittag
- Fitnessraum und Sauna
- Spaß-Angebote für Kinder
Zugegeben, das ist alles nicht so mein Fall. Der Fitnessraum hat natürlich erst mein Interesse geweckt, da ich während der #ContiEuropeanRoadshow meine (Sport-) Routinen beibehalten möchte – mehr dazu könnt ihr in meinem Beitrag „Routen-Routinen: Mein persönliches Erfolgsrezept“. Mit den zwei vorhandenen Laufbändern kann ich dann aber doch nicht so viel anfangen…
Womit verbringe ich also die 30-stündige Überfahrt? Ich sag’s mal so: mit viel Entspannung, Schlaf und überraschend gutem Essen. Ich habe auch das Glück, dass das Wetter wirklich schön ist. So kann ich morgens mit Kaffee in der Hand übers Deck spazieren und ein paar Fotos für euch machen – das geht doch schon mal gut los!
Foto: Ronny Nittmann
Ankunft in der finnischen Hauptstadt: Hei Helsinki!
Die Strecke führt uns an den Inseln Bornholm (Dänemark) und Gotland (Schweden) vorbei und ich freue mich, dass wir bald auch in diesen Ländern auf Achse sein werden. Doch jetzt setzen wir den Anker erst einmal im Hafen Vuosaari von Helsinki. Ich bin sehr gespannt, was mich hier erwartet. Vor allem, weil die nordischen Länder seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste stehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es einige Parallelen zu meinen Eindrücken aus dem Baltikum gibt – doch das gilt erst einmal herauszufinden!
Bis dahin – und bleibt auf Achse,
euer Ronny
Foto: Ronny Nittmann
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