E-Lkw auf Tour: Wie elektrisch ist Deutschland unterwegs?

Spannende Zahlen zum Thema E-Mobilität

electric truck charging © Adobe Stock | Jaynal

Die Elektromobilität ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern ein realer, wachsender Bestandteil unseres Verkehrs. Wie sieht das im Bereich Lkw aus? Neue Zahlen zeichnen ein spannendes Bild.

Ladestation statt Dieselpumpe, Summen statt Röhren: Die Elektromobilität war lange etwas, das sich nach „Zukunft“ anhörte. Mittlerweile hat man sich aber daran gewöhnt, dass elektrische Autos auf den deutschen Straßen unterwegs sind – insbesondere im Pkw-Bereich. Doch auch im Lkw-Bereich ist die Technologie auf einem aufsteigenden Ast.

Aber wie drückt sich das in Zahlen aus? Der Energieanbieter E.ON veröffentlichte kürzlich eine Studie, die interessante Einblicke offenbarte.

Demzufolge sind derzeit rund 109.000 E-Lkw zugelassen, wodurch zum ersten Mal über 100.000 vollelektrische Lkw auf deutschen Straßen unterwegs sind.

  • Bei rund 78.000 dieser Fahrzeuge handelt es sich um Transporter.
  • 21.000 Fahrzeuge sind Klein-Lkw zwischen 3,5 und 12 Tonnen.
  • Etwa 10.000 Fahrzeuge gelten als schwere Lkw über 12 Tonnen.

Das sind schon einige Fahrzeuge, im Pkw-Bereich ist die Zahl aber nochmal ungleich höher. Hier zählt die Studie im Jahr 2025 knapp zwei Millionen vollelektrische Fahrzeuge.

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Wie werden diese Fahrzeuge geladen? Auch zur Thematik Ladeinfrastruktur liefert die Studie Informationen. Im Bereich Pkw gibt es derzeit etwa 191.000 öffentliche Ladepunkte, die man mit dem E-Auto nutzen kann. Dazu kommen private Ladeboxen, die viele Fahrer von E-Autos nutzen.

Auch im Lkw-Bereich steigt die Zahl an Ladeplätzen, wobei die Studie hier keine Zahlen liefert. Aber hier lohnt sich ein Blick auf die Website der nationalen Leitstelle. Hier wird ein geplantes Lkw-Schnellladenetz an Autobahnen vorgestellt, das die Errichtung einer Infrastruktur entlang der wichtigsten Strecken für elektrisch betriebene Lkw und Busse mit rund 350 Standorten vorsieht. Dazu wird dem Laden in Depots und Betriebshöfen eine zentrale Rolle zugewiesen, da hier Standzeiten zum Laden genutzt werden können.

Die nationale Leitstelle stellt außerdem ein Dashboard zur Verfügung, in dem öffentlich zugängliche Lkw-Ladepunkte erfasst und dargestellt werden. Dort sind schon viele Ladepunkte in ganz Deutschland zu sehen. Das Board findet man unter diesem Link.

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Grundsätzlich dient der Umstieg auf Elektromobilität dem Erreichen von Klimazielen. Filip Thon, CEO von E.ON Deutschland, rechnet vor, dass der aktuelle E-Transporter- und Lkw-Bestand derzeit eine Ersparnis von knapp einer Million Tonnen CO2-Emissionen ermöglicht. Würden diese Fahrzeuge ausschließlich mit Ökostrom geladen, könnte sich die Ersparnis auf 1,2 Millionen erhöhen.

„Und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent. Durch die stringente Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen vom Transporter bis zum 40-Tonner können die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant gesenkt werden“, sagt Thon: „Und vielen Vorurteilen zum Trotz können E-Lkw schon heute so wirtschaftlich sein wie ihre Dieseläquivalenten.“

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