Schreckmoment für Truckerin Tinka: Was bedeutet ein Wildunfall?
Die Lkw-Fahrerin berichtet von ihrem Erlebnis
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Lkw-Fahrerin Tinka erlebte auf dem Weg zur Arbeit einen Wildunfall. Was das für sie bedeutet hat, erzählt sie auf dem Unermüdlich.Blog.
Es ist ein Thema, das Autofahrer immer auf dem Schirm haben sollten – im dunklen Winter aber ganz besonders: Lkw-Fahrerin Tinka war kürzlich im Pkw auf dem Weg zur Arbeit, als ihr urplötzlich ein Reh vor das Auto rannte.
Das Tier sprang aus dem Nichts auf die nasse Landstraße, lief aber nicht weiter, sondern blieb mitten im Scheinwerferlicht stehen. Tinka reagierte mit einer Vollbremsung, doch es reichte nicht ganz: „Ich habe es leider mit 30, vielleicht 40 km/h erwischt“, erzählt Tinka.
Ein Schreckmoment für die Fahrerin und für das Tier: „Das Reh ist weitergelaufen, das Auto war vorne kaputt. Also bin ich ausgestiegen. Kurz darauf hat ein junges Pärchen ebenfalls angehalten, um zu helfen. Wir haben also erstmal die Polizei gerufen“, so Tinka.
Als die Situation gesichert war, schauten die drei noch nach dem Reh: „Die beiden haben mit mir zusammen noch ein bisschen den Wald durchsucht, aber leider konnten wir das Reh nicht finden. Die Polizei hat dann alles aufgenommen und den örtlichen Jäger informiert.“
Tinka ging zum Glück unverletzt aus dem Unfall hervor. Dem Auto ging es schlechter: „Ich war etwa drei Kilometer von zu Hause weg. Das Auto war vorne kaputt und wurde später von einer Werkstatt in der Nähe abgeholt. Das war cool, dass sie sich darum gekümmert haben. Sie haben sogar angekündigt, das Auto später in die Spedition zu bringen. Das ist super, eine Werkstatt zu haben, die sich da so kümmert.“
Gerade im stressigen Lkw-Fahrer-Beruf ist es nämlich gar nicht so einfach, mal eben einen Werkstatttermin einzuplanen, wenn der nicht auf den typischen Routen liegt.
Im Lkw selbst, so Tinka, ist ihr bislang noch kein Wildunfall passiert. Dennoch ist es ein Thema, das Truckerinnen und Trucker natürlich ständig auf dem Schirm haben müssen. Denn sie sind oftmals im Dunkeln unterwegs und haben noch längere Bremswege als ein Pkw.
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Wie verhält man sich korrekt bei einem Wildunfall?
Unabhängig vom Fahrzeug sollte man verschiedene Punkte beachten, was Wildunfälle angeht.
Der beste Ausgang eines Wildunfalls lautet: Den Wildunfall vermeiden. Also gilt es, vor allem in der Morgen- oder Abenddämmerung sowie in der Dunkelheit, ganz besonders aufzupassen. Vorausschauendes Fahren, reduzierte Geschwindigkeit und ständige Bremsbereitschaft helfen dabei, Unfälle zu vermeiden. Zudem sollte man damit rechnen, dass Wildtiere selbst dann auf die Straße laufen können, wenn man vermeintlich gesehen wird. Sobald ein Wildtier zu sehen ist, muss die Geschwindigkeit deutlich reduziert werden
Der ADAC empfiehlt zudem in einem Beitrag auf seiner Website:
- Abschalten des Fernlichts, um Tiere nicht zu blenden
- Hupen, um Tiere zu verscheuchen
- Darauf achten, dass Tiere meist in Gruppen unterwegs sind
Kommt es dennoch zu einem Unfall, lautet das korrekte Vorgehen laut ADAC:
- Warnblinker, Warnweste und Absicherung der Unfallstelle
- 112 für verletzte Personen wählen
- Polizei unter der 110 verständigen, ggf. Jäger informieren
- Tote Tiere an den Rand ziehen, um weitere Unfälle zu vermeiden – möglichst nicht mit bloßen Händen
- Verletzte Tiere nicht anfassen
- Am Unfallort auf Polizei und Jäger warten
Zudem erklärt der ADAC, dass angefahrenes Wild nicht von der Unfallstelle entfernt werden darf, da dies als Wilderei ausgelegt werden könne.
Ein kurzer Bremsweg hilft, Unfälle zu vermeiden. Und die richtigen Reifen wiederum helfen dabei, den Bremsweg möglichst kurz zu halten. Mehr zu dem Thema Bremsweg lest ihr hier. Und ihr sucht weitere Informationen aus der Lkw-Welt? Dann schaut hier vorbei:
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