Welche Arbeitszeiten gelten für LKW-Fahrer?
Infos in der Übersicht
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Wie lang ist eigentlich so ein Arbeitstag als Trucker? Wir schauen auf die aktuellen Regelungen.
Wie in jedem anderen Beruf gibt es auch für Truckerinnen und Trucker vorgeschriebene Arbeitszeiten, doch das Thema ist nicht so einfach. LKW-Fahrer arbeiten unter schwierigen Bedingungen, die oft von Zeitdruck und weiten Wegen geprägt sind.
Ob sie rechtzeitig am Ziel ankommen, hängt auch von vielen äußeren und teilweise nicht beeinflussbaren Umständen ab. Doch gerade hinsichtlich der Pausenzeiten ist es wichtig, in gewissen Grenzen zu arbeiten.
Was gilt als Arbeitszeit? Zur Arbeitszeit von Truckern zählen
- Fahrzeiten
- Be- und Entladezeiten
- Wartezeiten
- Reinigungs-, Wartungs- und Reparaturzeiten
- Behördengänge im Zusammenhang mit der Arbeit
Lenkzeiten gehören somit logischerweise zur Arbeitszeit. Ruhezeiten nicht.
Der Gesetzesgeber schreibt vor, dass für Trucker tägliche Arbeitszeiten von acht Stunden gelten. Wöchentlich darf eine maximale Stundenanzahl von 48 Stunden nicht überschritten werden.
Was gilt beim Thema Pause? Beim Fahren muss eine 30-minütige Pause nach mindestens sechs Stunden eingelegt werden. Wird an einem Tag neun Stunden gefahren, muss die Pause 45 Minuten dauern. Die Pause kann jedoch in 15-minütige Abschnitte aufgeteilt werden.
Mehr zur Regelung von Ruhe- und Lenkzeiten lest ihr hier.
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An einem Tag dürfen Trucker zweimal eine Lenkzeit von je 4,5 Stunden einlegen. Es gibt jedoch einige Ausnahmen:
- Die tägliche Arbeitszeit darf auf zehn Stunden verlängert werden
- In der Woche dürfen bis zu 60 Stunden gearbeitet werden
Die Arbeitszeiten von Truckern werden normalerweise anhand einer Woche betrachtet. Diese beginnt montags um 00:00 Uhr und endet Sonntagnacht um 24:00 Uhr. Ein Kraftfahrer dürfte hier in Ausnahmen zehn Stunden arbeiten, wenn auf der langfristigen Sicht von sechs Monaten eine durchschnittliche Arbeitszeit von den vorgegebenen acht Stunden nicht überschritten wird.
Ähnliches gilt für die Wochenarbeitszeit: Muss einmal länger als die vorgeschriebenen 48 Stunden gearbeitet werden, ist dies bis zu 60 Stunden möglich, wenn innerhalb der nächsten vier Monate die durchschnittlichen 48 Stunden Wochenarbeitszeit nicht überschritten werden.
In der Realität betrachtet, lassen sich diese Regelungen jedoch nicht so gut umsetzen. Die Straßen sind nicht immer leer, Staus und schlechte Wetterverhältnisse können zu Verzögerungen führen und auch die Parkplatzsuche ist nicht immer erfolgreich. Daher sind das Einplanen eines Zeitpuffers und das gezielte Ansteuern von Parkplätzen bei der Routenplanung durchaus sinnvoll.
Mehr rund um das Thema LKW erfahrt ihr hier:
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