LKW-Versicherung: Welche braucht man als selbstständige Truckerin?
Christina Scheib erzählt, welche Versicherungen sie nutzt
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Als LKW-Fahrerin oder -Fahrer ist es ratsam, sich umfassend zu versichern, um im Notfall vorbereitet zu sein. Das findet zumindest Christina Scheib: Wir haben mit der selbstständigen LKW-Fahrerin darüber gesprochen, welche Versicherungen sie nutzt.
Christina Scheib ist seit einigen Jahren als selbstständige Truckerin unterwegs. Neben dem Fahren gehört auch jede Menge Organisatorisches zum Beruf dazu. Einer dieser Aspekte betrifft das Thema Versicherungen.
Denn die finanzielle Absicherung verschiedener Bestandteile des Trucker-Berufs ist essenziell, wenn man sich als selbstständige LKW-Fahrerin betätigt: „Ich bin jemand, der im Grunde alles versichert“, betont Christina: „Ich will einfach sichergehen.“
Der Grund dafür liegt nahe: Ist man selbstständig unterwegs, kann man nur bedingt größere finanzielle Rückschläge einstecken. Insbesondere gilt das, wenn man gerade erst in den Beruf startet. Doch auch im späteren Verlauf sollte man schauen, dass man gut abgesichert ist, denn mit einem LKW kann man im schlimmsten Fall sehr viel Schaden anrichten. Auch Schäden an der transportierten Ware können im Zweifel sehr hoch ausfallen.
Deshalb haben wir bei unserer Unermüdlichen nachgefragt: Christina, welche Versicherungen nutzt du?
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Welche LKW-Versicherungen nutzt Christina Scheib?
Christina Scheib setzt auf eine Reihe von Versicherungen, um abgesichert zu sein. Grundlegend ist die Haftpflichtversicherung, die für Schäden an anderen Verkehrsteilnehmern haftet, sollte es zu einem Unfall kommen.
Aber auch sich selbst hat Christina abgesichert:
- Ihr eigener LKW ist umfassend für Schäden verschiedenster Art versichert. Das ist als Selbstständige unerlässlich.
- Der Auflieger ist ebenfalls versichert, falls es daran zu Schäden kommen sollte oder damit Schäden verursacht werden.
- Besonders wichtig sind Versicherungen für die Fracht: Sie schützt vor Haftung bei Schäden an den transportierten Waren. „Das können ja Millionenwerte sein“, betont Christina. Zu diesen Versicherungen zählen Verkehrshaftungsversicherungen und Warentransportversicherungen.
- Eine Unfallversicherung schützt Christina finanziell, sollte sie selbst bei einem Unfall zu Schaden kommen. Das ist besonders wichtig, sollte sie etwa durch daraus resultierende Krankentage Verdienstausfälle haben.
- Eine Rechtsschutzversicherung für Selbstständige unterstützt Christina bei rechtlichen Angelegenheiten, wenn nötig.
- Eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat Christina ebenfalls abgeschlossen. Diese zahlt monatlich einen Beitrag, sollte sie nicht mehr in der Lage sein, ihren Beruf auszuüben.
Was sind die Schwierigkeiten? Ein umfassender Schutz ist wichtig, aber auch nicht ganz einfach, erklärt Christina: „Gerade zu Anfang hat man als Selbstständige viele Kosten, auch Versicherungen spielen da rein“, so die Truckerin. Das summiert sich und stellt eine finanzielle Belastung dar, die man einrechnen muss.
Zudem hat man gerade zu Anfang das Problem, dass auch die Preise eher hoch einsteigen: „Nicht jeder Anbieter nimmt dich auf, die Beiträge sind als Anfänger auch höher“, erklärt Christina: „Das ändert sich, sobald man länger selbstständig ist. Aber gerade zu Anfang hat man halt den teuren LKW, viele Kosten – da braucht man jeden Cent.“
Aber: „Ich habe mich trotzdem dafür entschieden, denn es gibt mir ein Gefühl der Sicherheit“, so die Truckerin. Klar ist: Am Ende muss jeder für sich entscheiden, welche Versicherungen man abseits der Pflichtversicherungen abschließen möchte.“
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