„Habe mir das vor Jahren angewöhnt“: Kleine Gesten versüßen den Trucker-Alltag
Truckerin Tinka verteilt gern Kleinigkeiten
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Als LKW-Fahrerin oder -Fahrer ist man oft alleine unterwegs. Da freut man sich, wenn man jemand Nettes trifft – und über kleine Gesten noch mehr. Die Erfahrung hat zumindest LKW-Fahrerin Tinka gemacht.
Manchmal ist der Umgangston in der Logistikbranche ziemlich rau. Klar, der Alltag ist von Zeitdruck und viel Stress geprägt, und deshalb ist es wohl auch verständlich, wenn man nicht unbedingt immer super drauf ist – aber dennoch: Man sollte schon versuchen, gut miteinander umzugehen.
Das findet auch LKW-Fahrerin Tinka, die mittlerweile seit einigen Jahren am Steuer ihres Trucks sitzt. Sie ist ein großer Fan ihres Arbeitgebers und betont immer wieder, wie glücklich sie ist, in der Spedition gelandet zu sein, für die sie tätig ist. Das Umfeld ist familiär, der Umgang freundlich und unterstützend.
Aber das ist nicht überall so. Und das stellt man auch relativ schnell fest: „Am Anfang musst du dich erstmal reinfuchsen, wie alles läuft“, erklärt Tinka, „aber irgendwann habe ich gepackt, dass es da schon Unterschiede gibt. Manchmal gerät man leider an Leute, die einfach nur herummaulen, motzig sind und dir das Gefühl geben, dass du einfach nur schnell wieder weg sein sollst.“
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Das ist eine Einstellung, die schnell anstecken kann. Aber Tinka versucht, dagegenzuarbeiten – mit kleinen Gesten: „Man kommt halt immer mal wieder wohin, wo die Leute einfach freundlich und nett sind. Die einem einen Kaffee anbieten, wenn man warten muss, oder einem anders irgendwie weiterhelfen“, so die Fahrerin. Und genau auf solche Begegnungen möchte sie sich lieber konzentrieren, als auf die negativen.
Deshalb hat Tinka schon vor einiger Zeit angefangen, Kleinigkeiten im LKW dabeizuhaben – vor allem, um sie zu verteilen und damit „Danke“ zu sagen: „Ich mach das eigentlich immer so, dass ich beispielsweise Gummibärchen oder Schokolade dabeihabe. Und wenn man dann bei netten Kunden ist, oder man irgendwo einen anderen LKW-Fahrer trifft, der einem vielleicht hilft, wenn es mal eng ist – dann ist das immer eine schöne Sache, die einfach verteilen zu können.“
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Für sie geht es um die Geste: „Was es ist, ist ja eigentlich egal. Ich will mich einfach nur bedanken, wenn man da einen netten Moment hat. Klar, ein Handschlag tut es auch. Aber ich finde es schön, so eine Kleinigkeit mitzugeben. Darüber freut sich doch jeder irgendwie.“
Mittlerweile macht sie das schon seit einiger Zeit: „Ich habe mir das vor Jahren angewöhnt. Beim ersten Mal habe ich dem Ansatzdienst in Weilerswist etwas gegeben“, erinnert sie sich: „Die haben einfach mitgedacht und geholfen, als es anfing zu regnen. So war ich viel schneller fertig. Und das fand ich in dem Moment so toll, da war das der Anstoß. Also habe ich denen beim nächsten Mal so ein kleines Tütchen mitgebracht.“
Mittlerweile ist das bei Tinka zur Tradition geworden – und einfach eine schöne Sache, um ein bisschen Positivität im Alltagsstress zu verteilen. LKW-Fahrerin Helga verfolgt bei ihrer Arbeit tatsächlich einen ganz ähnlichen Ansatz. Mehr dazu lest ihr hier.
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