Produkte für Motorrad

New content item

Wissenswertes

Weltenstromer

Weltenstromer-Bild3
Bild_Weltenstromer

Felicitas und Andreas berichten:

1 Jahr, 2 Kontinente, 40.000 km. Das ist unser Plan. Wir, das sind Felicitas und Andreas aus Aachen. Um unseren Traum einer Motorradweltreise wahr werden zu lassen, haben wir unsere Jobs gekündigt bzw. auf Eis gelegt, unsere Wohnung geräumt und alles, was wir jetzt noch mit uns haben, auf ein Minimum reduziert. Nun sind wir schon seit fünf Monaten auf unseren beiden Suzuki DL650 V-Stroms, Baujahr 2008, unterwegs und haben knapp 18.000 km Strecke in den USA und Kanada gemacht. Bereut haben wir diesen Schritt bis heute keinen Tag. 

Es zieht uns an Orte, bei denen ein Touristenbus beim bloßen Gedanken daran schon stecken bleiben würde. Außerdem wollen wir Länder und Leute von einer persönlichen Seite kennen lernen und die Locals treffen. So kommt es, dass wir die eine Hälfte der Zeit irgendwo im Nirgendwo der Wüste, Hügel oder im Wald fernab von befestigten Straßen zelten und die andere bei Menschen eingeladen sind, die wir unterwegs getroffen haben.

Unsere Ausrüstung muss entsprechend vielseitig einsetzbar sein und vor allem halten, was sie verspricht. Darum haben wir uns neben den unverwüstlichen V-Stroms mit Touratech-Umbau für den neuen TK70 Enduroreifen von Conti entschieden, denn wir sind sowohl auf asphaltiertem Highway als auch auf kurvigen off-road Pfaden unterwegs. Die Entscheidungen waren die richtigen, denn in jeglichem Gelände und in allen Temperaturbrereichen können wir uns vorbehaltlos auf Gefährt und Breifung verlassen und die Reise genießen. Ob bei Nässe oder buckeliger Piste, die Haftung ist perfekt. Und wenn es lange Strecken auf dem Highway geradeaus geht, rollen sie ebenfalls ruhig und munter aufgrund des durchgezogenen Mittelstreifens am Hinterreifen.

Conti hat uns bereits für Nordamerika mit zwei Sätzen TK70 gesponsert. Jetzt werden wir noch einmal mit einem neuen Reifensatz für Mittelamerika ausgerüstet. Wir freuen uns sehr, sind begeistert und sagen Vielen Dank!

Eine typische Episode hinsichtlich Weg sieht bei uns so aus: Während uns Kanada mit zwei Wochen Dauerregen und der Yellowstone Nationalpark mit dem ersten Schnee begrüßen, sehen wir uns in Utha mit praller Wüstensonne konfrontiert. Eigentlich sollte das Navi uns direkt zum Bryce Canyon lotsen, doch nach einer herrlichen Fahrt entlang des kurvigen Colorado Rivers auf asphaltierten Wegen stehen wir plötzlich etwas unerwartet auf einem Seitenweg. Dieser soll uns laut Routenführung zu unserem Etappenziel innerhalb von zwei Stunden bringen. Diese Schätzung erscheint uns etwas sehr sportlich, da wir uns auf einem Geröllpfad wiederfinden, der sich serpentienenartig in schwindelerregende Höhen schraubt. So wirklich Lust haben wir nicht, Luft aus den für die Autobahn prall aufgepumpten Reifen zu lassen. Muss also auch so gehen. Tut es auch erstaunlich gut. Mit ordentlich Grip fräsen wir uns den Weg durch die Felsbrocken zum nahegelegenen Campingplatz, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollen. Aus veranschlagten acht Minuten Fahrzeit wurden dann aber doch zwei Stunden.

Auf dem Campingplatz treffen wir Menschen in großen Wohnwagen. Irgendwie unvorstellbar, dass die den zwei Meter breiten Weg zwischen Abhang und Steilhang geschafft haben sollen, der wohl eher einen ausgewachsenen Geländewagen mit Allradantrieb erfordert. Es stellte sich heraus, dass es noch einen anderen, sehr einfachen ausgebauten Schotterweg gegeben hätte. 

Entsprechend realistischer erscheint uns der morgige Plan, 80 Meilen durch die Wüste zu fahren und auch bei Tageslicht anzukommen.

Aber auch das kam dann anders als gedacht. Als wir nach erholsamer Nacht unter Eichenbäumen und einem stärkenden Haferflocken-Frühstük mit Kaffee wieder aufbrechen, führt uns die Strecke unter praller Wüstensonne in eine trostlose Einöde. Der Weg ist schmal und sandig und geht über diverse Hügel, ausgetrocknete Bachläufe, Matsch, Geröll. Unsere V-Stroms fahren gelassen über jedes Hindernis, die TK70 greifen mit ihrer Profilierung gut auf diesem wechselhaften Untergrund. Die Königsdisziplin wird die Überquerung eines steiniges Flusses mit schlammigen Passagen durch wadenhohes Wasser. Gelingt ebenfalls anstandslos. Als wir abends dann die letzten Meilen zum Bryce Canyon über eine ausgebaute Schotterpiste ballern, ist das ein wahres Kinderspiel gegen unsere Wüstentour.

Mittlerweile sind wir in Los Angeles angekommen und es heißt jetzt Reifenwechseln und die Motorräder klar machen für die nächste Reisetappe durch Mittelamerika. Wir sind schon gespannt, was uns dort erwartet!

Wenn du mehr wissen möchtest wo wir entlangfahren und welche Abenteuer wir erleben, schau auf unserem Blog vorbei www.weltenstromer.com und melde dich bei unserem Newsletter an!

Es grüßen Die Weltenstromer Felicitas und Andreas.

 

Verwandte Themen

Wir verwenden Cookies, um Ihren Besuch auf unserer Website zu optimieren. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu erhalten oder um Ihre Cookies-Einstellungen zu ändern.