Stop-and-go, Bordsteinkanten und Zeitdruck: Was bedeutet der Stadtverkehr für Busreifen?

Busfahrer Mirko gibt einen Einblick

City bus driving through a rainy street at night with motion blur and a portrait of Mirko Liesebach-Moritz in a speech bubble overlay © Adobe Stock | LiezDesign

Im Stadtverkehr sind Bus und Busfahrer verschiedensten Herausforderungen ausgesetzt. Was bedeutet der Einsatz eigentlich für den Reifen?

Im Stadtverkehr ist eine Menge los. Damit müssen sich Busfahrer im Linienverkehr tagtäglich auseinandersetzen. Auch Mirko Liesebach-Moritz, seines Zeichens in erster Linie eigentlich Reisebusfahrer, kennt das zur Genüge. Immer wieder springt er auch im Linienbetrieb ein, wenn es nötig ist.

Für den Fahrer bedeutet das eine Umstellung. Plötzlich hat man andere Aufgaben zu erledigen, andere Ziele zu erfüllen, ganz andere Manöver durchzuführen. Und auch, was den Reifen angeht, gibt es Unterschiede zum Fernverkehr.

Busreifen in der Stadt – Herausforderungen und Möglichkeiten

Im Stadtverkehr ist der Reifen unterschiedlichen Herausforderungen ausgesetzt. Die erste ist das Thema „Start und Stop“: Im Stadtverkehr zu fahren bedeutet, ständig anhalten und wieder anfahren zu müssen - im Gegensatz zum Fernverkehr, erklärt Mirko.

Bus driver greeting passengers at a city bus stop while people wait and smile on the sidewalk © Continental

In einigen Städten werden mittlerweile auch immer mehr elektrisch betriebene Busse eingesetzt. Hier müssen die Reifen darauf ausgelegt werden, mehr Gewicht zu tragen, da die Batterien im Bus mitunter sehr schwer sind. Zudem wird beim Abbremsen des Fahrzeugs Strom über Rekuperation für den Bus generiert. Diese Rückgewinnung ist eine weitere Herausforderung für Busreifen – genauso wie das erhöhte Drehmoment beim Anfahren mit dem Elektrobus.

Unabhängig vom Antrieb trägt die Fahrweise der Fahrer maßgeblich zur Lebensdauer eines Reifens bei. Sie entscheiden mit darüber, inwieweit der Reifen zusätzlich belastet wird: „Manchen Fahrern ist es leider egal, ob sie in der Bushaltebucht an den Bordstein geraten“, erklärt Mirko. Dabei ist gerade das ein Punkt, der Schäden verursachen kann. Dementsprechend muss ein guter Busreifen robust sein, um solchen Fällen standzuhalten.

Auch eine moderne und kontinuierliche Überwachung der Busreifen, etwa durch Sensoren, hilft, das Reifenleben zu verlängern: „Wenn ein Reifen heiß wird, merkt man das nicht unbedingt“, erklärt Mirko. Sensorik kann Flottenbetreibern dabei helfen, den Zustand der Reifen im Blick zu behalten und frühzeitig zu reagieren, sodass es zu weniger Ausfällen kommt.

Close-up of the new city bus tire Conti Urban HA 5 NXT on a city street with a bus stop and modern buildings in the background © Continental

Ein weiteres Thema im Stadtverkehr ist der Lärm: „Man ist schon dazu angehalten, die Leute möglichst nicht zu belästigen“, erklärt Mirko. Das betrifft Motoren-, aber auch Reifengeräusche.

Reifenschonendes Fahren: Wer reifenschonend fahren möchte, sollte vorausschauend agieren. Das hilft dabei, den Reifen weniger zu beanspruchen und so auf lange Sicht Kosten zu sparen: „Manche Auftraggeber zahlen sogar Prämien dafür, dass man reifenschonend fährt“, berichtet Mirko. Ein paar Tipps dazu:

  • Eine Überprüfung des korrekten Reifenfülldrucks ist wichtig.
  • Um die Reifen zu schonen, sollte man möglichst gleichmäßig anfahren und anhalten. Ruckartige Manöver sollte man vermeiden.
  • Präzises und ruhiges Lenken in Kurven belastet den Reifen weniger.
  • Bordsteinkanten sind möglichst zu meiden.

Für Continental gab es zuletzt einen Erfolg im Bereich der Busreifen: Der jüngst vorgestellte Stadtbusreifen Conti Urban HA 5 NXT gewann den „Internationalen busplaner Nachhaltigkeitspreis 2026“. Mehr über den Preis und den Conti Urban HA 5 NXT lest ihr hier.

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