Elektro-LKW und Diesel-LKW – Was ist auf Dauer günstiger?
Das sind Faktoren, die bei der Entscheidung zu beachten sind Tag: Technik & Digitalisierung
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Noch sind nicht viele Elektro-LKW auf den Autobahnen unterwegs, doch das könnte sich zukünftig ändern.
Warum steht ein Wechsel von Diesel- auf Elektro-LKWs kurz bevor?
Das liegt zum einen daran, dass Elektro-LKWs umweltschonender sind und weniger Treibhausgase ausstoßen als herkömmliche Diesel-LKWs. Um die von der EU gegebenen Vorschriften zu erfüllen, die dazu beitragen sollen, den CO2-Ausstoß durch schwere Nutzfahrzeuge bis 2040 um 90 % (ausgehend von 2019) zu senken, ist ein Wechsel von Diesel auf Elektro fast unvermeidlich. Zum anderen sind Elektro-LKWs langfristig für die Halter günstiger. Sowohl bei den Wartungskosten, dem Energieverbrauch und den Abschreibungsraten. Auch bei den Anschaffungskosten, die momentan noch höher sind als bei Diesel-LKWs, wird es in den kommenden Jahren Veränderungen geben. Weitere Infos gibt es hier.
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Warum sind Elektro-LKW langfristig gesehen günstiger als Diesel-LKW?
- Geringe Wartungskosten: Im Gegensatz zu den Verbrennungsmotoren der Diesel-LKWs sind in Elektro-LKWs weniger bewegliche Teile (wie z. B. Filter und Zündkerzen) verbaut, die seltener gewartet und ausgetauscht werden müssen. Auch der Verschleiß ist geringer, was für eine höhere Lebensdauer sorgt
- Geringere Energiekosten: Auch, wenn das Tanken von Diesel kurzfristig gesehen etwas günstiger ist als das Aufladen durch Strom, kann langfristig mit einem geringeren Energiebedarf des Elektro-LKW gerechnet werden, was zu niedrigeren Kosten führt. Hier gibt es Infos zu E-Tankstellen.
- Niedrigere Abschreibungsrate: Die jährliche Abschreibungsrate durch Gebrauch und Kilometerzahl ist bei beiden LKW-Arten vergleichbar. Dennoch kann bei einem Elektro-LKW von einer höheren Lebensdauer und zuverlässigen Batteriesystemen ausgegangen werden, was die Rate etwas kleiner hält
- Anschaffungskosten: Momentan sind die Anschaffungskosten für einen Elektro-LKW aufgrund der teuren Komponenten (wie z. B. Batterien) noch höher als für den klassischen Diesel-LKW. Allerdings geht der TNO-Bericht von 2022 davon aus, dass sich diese Kosten bis 2030 den Verbrenner-Motoren angleichen werden. Im Anschluss werden Elektro-Sattelzüge sogar günstiger sein. Das lässt sich u. a. auf die Weiterentwicklung und Standardisierung der Technologie zurückführen.
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Trotz der höheren Anschaffungskosten lohnt sich das Investieren in die E-Mobilität. Langfristig können durch den Verzicht auf einen Verbrenner-Motor Kosten eingespart werden. Auch die Zeit für Wartungsarbeiten und Reparaturen, in der der LKW nicht nutzbar ist, sinkt. Die Technik, die hinter der E-Mobilität steckt, wird immer weiter ausreifen. Schon jetzt ist ein Fortschritt bei höheren Reichweiten und schnellerer Ladegeschwindigkeit zu verzeichnen.
Die Gesetzgebung
2022 stand eine Zeit lang im Raum, dass ab 2035 Diesel-LKW vom Markt verschwinden sollen, da deren Produktion ab dann verboten würde. Allerdings hat sich dieser Gesetzesentwurf so nie durchgesetzt. Nur für PKW und leichte Nutzfahrzeuge gilt ab 2035 bei der Zulassung ein Verbrenner-Verbot. LKW müssen sich lediglich an die Angeordnete Senkung des CO2-Ausstoßes ihres Motors halten.
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