Fortbildung für Berufskraftfahrer: Was sind die Vorteile?
So können sich LKW-Fahrer spezialisieren
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Um LKW fahren zu können, wird erstmal eine Ausbildung als Berufskraftfahrer benötigt. Doch was geschieht im Anschluss an die Ausbildung? Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten und gute Aufstiegschancen in dieser Branche?
Die wichtigste Fortbildung: Auch, wenn keine weitere Spezialisierung angestrebt wird, muss jeder tätige Fahrer laut dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG), §5 „Weiterbildung“, alle fünf Jahre eine Berufskraftfahrerweiterbildung absolvieren. Die ist Pflicht, um die Qualifikation als Berufskraftfahrer aufrecht zu erhalten.
So soll sichergestellt werden, dass die Fahrer immer auf dem neuesten Stand sind und über aktuelle Gegebenheiten und Neuerungen informiert sind. Die Seminare für die Weiterbildungen können bei anerkannten Ausbildungsstätten wie dem TÜV Nord absolviert werden.
Doch auch abseits der Pflicht-Weiterbildungen kann es eine gute Idee sein, Module zu belegen und sich weiterzubilden. Unser Unermüdlicher Markus Trojak beispielsweise hat den ADR-Schein der Klasse 1.4, um bestimmte Gefahrgüter transportieren zu dürfen – etwa Feuerwerk.
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„Mit solchen Qualifikationen kannst du bestimmte Nischen ausfüllen, was ein Vorteil bei Einstellungsgesprächen sein kann, oder wenn eine spannende Stelle frei wird“, betont der Unermüdliche. Man kann dann mehr Touren übernehmen als andere. Auch als Selbstständiger kann das interessant sein, um neue Kunden bedienen zu können. „Oft“, erzählt Markus, „ist die Weiterbildung aber auch möglich, wenn du schon angestellt bist.“
Der Trucker erklärt, dass bestimmte Weiterbildungen für Arbeitgeber interessant sein können, wenn sie den Betrieb breiter aufstellen: „Da kann man mit dem Chef klären, ob man freigestellt wird.“
Auch private Weiterbildung ist von Vorteil: „Ich bin viel in der technischen Sparte unterwegs, weil mich das privat interessiert. Da bin ich sehr wissbegierig, muss alles ganz genau wissen und lese mich dann auch tagelang ein. Das wird im Arbeitsalltag auch gern mitgenommen“, so Markus. Weiterbildung schadet nie, meint Markus: „Selbst, wenn du nicht alles behältst, bringt dich das doch weiter.“
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Welche Möglichkeiten zur Weiterbildung als LKW-Fahrer gibt es?
Berufskraftfahrer können sich nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung auch dazu entscheiden, sich in eine bestimmte Richtung zu spezialisieren. Die Möglichkeiten hier sind vielfältig. Beispiele wären
- Ladungssicherung
- Kraftfahrzeugtechnik
- Sicherheitstraining
- Speditionswesen
Durch einige Weiterbildungen kann dabei auch ein Aufstieg in eine höhere Position erreicht werden. Dabei kann z. B. eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, geprüften Fachwirt oder zum Meister für Kraftverkehr hilfreich sein. Hat man bereits eine Hochschulzugangsberechtigung erlangt, ist auch ein Studium eine Option. Eine Hochschulzugangsberechtigung kann neben dem Abitur oder Fachabi z. B. auch über das Vorweisen einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung und mehreren Jahren Berufserfahrung erreicht werden. Mögliche Beispiel-Studiengänge wären in diesem Fall
- Fahrzeugtechnik (Bachelor of Engineering)
- Mobilität und Verkehr (Bachelor of Engineering)
- Logistik (Bachelor of Arts)
- Verkehrsingenieurswesen und Mobilität (Bachelor of Science)
- Verkehrswirtschaft (Bachelor of Science)
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Aber was bringt eine Aufstiegsweiterbildung eigentlich? Sie verbessert die Karrierechancen und die damit einhergehende Bezahlung.
Das Gebiet der Aufgaben, die du übernehmen kannst, erweitert sich, wenn du spezifisches und umfangreiches Fachwissen mitbringst. Das kommt bei Arbeitgebern gut an, hilft dir aber auch, dich selbstständig zu machen. Falls du irgendwann einmal umsatteln möchtest, ist eine Weiterbildung ebenfalls hilfreich. Du kannst an dein Wissen in dem Spezialgebiet anknüpfen und einen kleinen Richtungswechsel innerhalb der Branche vornehmen.
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