Mit dem Bus durch die Steilkurve: Mirko gibt Gas auf dem Contidrom

Als Tourenfahrzeug nimmt Mirko Fahrgäste mit auf die Teststrecke

Tour bus motorway fast © Adobe Stock | am

Während der Fußballsaison ist unser Unermüdlicher Mirko der Busfahrer von Hannover 96. Er sorgt dafür, dass die Spieler wohlbehalten und entspannt bei ihren Spielen ankommen. Aber was macht er eigentlich in der Sommerpause, wenn keine Spiele anstehen?

Klar ist: Der Terminkalender ist trotzdem ziemlich voll, mit den unterschiedlichsten Touren. Erst kürzlich half Mirko als Tourfahrzeug bei Continental-Schulungen aus – und bekam auf dem Contridrom die Möglichkeit, sich mit seinem Reisebus so richtig auszutoben. 

Beim Contidrom handelt es sich um eine 3,8 km lange Profi-Teststrecke, sie liegt ca. 50 Kilometer nördlich von Hannover. Hier werden unter anderem die Conti-Reifen durch die Forschungs- und Entwicklungsabteilung auf Herz und Nieren geprüft, aber auch Testfahrten mit eigenen Fahrzeugen sind möglich. Eine anspruchsvolle Strecke, die nicht jeder mal eben so befahren kann. Doch für Mirko wurde es möglich.

Test track curve © Adobe Stock | AA+W

Mirkos Bus legt sich in die Kurve

Die Reise beginnt beim Conti-Werk in Stöcken. Hier holt Mirko seine Fahrgäste ab. Diese haben zuvor an einer Schulung rund um Continental teilgenommen und werden nun den Contidrom hautnah erleben. 

Die Gruppe unterscheiden sich von Termin zu Termin, erzählt Mirko: „Gestern hatte ich welche aus den USA und aus Deutschland. Das war so eine Mixgruppe“, erklärt Mirko.

Sobald alle sitzen und angeschnallt sind, geht es los. Mit den Fahrgästen im Bus fährt Mirko die verschiedenen Teststrecken auf dem Gelände ab – auch die berüchtigte Steilkurve. Das sieht schon bei einem PKW spektakulär aus, mit einem Bus ist das nochmal eine ganz andere Nummer. Mirko beschreibt es uns etwa so: „Du brauchst noch nicht mal lenken. Durch die Fliehkraft und die Anziehungskraft wird der Bus quasi auf die Seite gelegt und rollt einfach in dieser Kurve weiter.“ 

Für den Fahrer erfordert dieses Manöver besondere Erfahrung. „Das erste Mal sollte man das auf keinen Fall mit Fahrgästen machen. Als Fahrer musst du dich an diese Situation selber erstmal gewöhnen“, lacht Mirko. Das liegt unter anderem daran, dass die Steilkurve nicht aus normalem schwarzem Asphalt besteht, sondern aus gelblichem Beton gegossen ist. Allein das sorgt laut Mirko für ein ganz anderes Fahrgefühl. „Ich muss mich nach den ersten paar Metern immer dran gewöhnen, dass ich da nicht überreagiere und bremse, wo ich eigentlich gar nicht bremsen muss.“

Mit 100 Stundenkilometer legt sich der Bus dann in die Kurve. Da entstehen Energien, die begeistern – und den Fahrgästen gefällt es: „Die Leute juxen da drin. Ehrlich, ich fahre mit 100 durch die Kurven und dann kleben wir quasi alle an der Betonmauer.“

Natürlich bleibt alles sicher und am Ende steigen alle um eine Erfahrung reicher aus. Gut, solche Kurven fährt Mirko bei der Anreise zum Stadion eher nicht – aber seine Fähigkeiten in Extremsituationen zu testen passt auf jeden Fall zum Thema „Saisonvorbereitung“.

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