Heftiges Unwetter schüttelt Hannover durch – Was bedeuten schwere Stürme für Busfahrer Mirko?
Mirko über Unwetter und wie man damit im Bus umgeht
© Adobe Stock | by-studio
Solche Unwetter wie am 13. Juli sieht man in Hannover eher selten. Um halb zehn abends herum fing es plötzlich an zu blitzen – und es hörte einfach nicht mehr auf.
Regenschauer um Regenschauer prasselte auf die niedersächsische Landeshauptstadt nieder, der Wind pfiff durch die Häusergassen, Hagelkörner knallten auf den Boden. Donner grollte und Gegenstände flogen durch die Gegend. Am Tag darauf machten Bilder von gefluteten Kellern die Runde. Dieser Sturm hatte sich gewaschen.
© Adobe Stock | Jens
Auch Mannschafts- und Reisebusfahrer Mirko lebt in Hannover und erlebte das Unwetter hautnah mit. „Tatsächlich habe ich auf der Terrasse gesessen und noch E-Mails geschrieben, als der Sturm dann von der Südstadt in unserer Richtung kam“, erzählt er. Erst scherzte er noch, heute könne man vermutlich draußen Duschen. Das wäre angesichts der Schwere des Sturms wohl eine miese Idee gewesen.
Eine Bustour hatte Mirko an diesem Tag glücklicherweise nicht. Doch Stürme wie diesen hat er tatsächlich auch schon unterwegs erlebt: „Es gab in den 25, 30 Jahren, die ich fahre, natürlich schon Situationen, wo wir in Unwetter reingeraten sind, mit extremem Wind und Regen“, so Mirko: „Ich habe Stürme in den Bergen erlebt, da fährst du am Hang und hast Fallwinde. Da muss man extrem vorsichtig sein, dass man nicht von der Straße abkommt.“
© Adobe Stock | maho
In der Regel, so Mirko, käme ein Reisebus aber gut mit Stürmen klar: „So ein Bus wiegt über 18, 20 Tonnen, wenn der beladen ist. Also das müssen schon Naturgewalten sein, wenn da irgendwas passiert“, sagt der erfahrene Fahrer. Viele Situationen, die mit dem Pkw nicht mehr möglich sind, schafft ein Reisebus manchmal noch, da der Motor beispielsweise recht hoch liegt. Und was das Fahrverhalten angeht, ist auch einiges möglich: „Klar, du merkst es beim Lenken, du merkst es im Fahrverhalten, das merkst du alles. Aber du kannst das in der Regel selbst und mit den ganzen Assistenzsystemen so gut ausgleichen, dass da im Prinzip ganz, ganz wenig nur von bemerkt wird.“
Das ist natürlich wichtig: Gäste wollen komfortabel und vor allem sicher an ihr Ziel kommen. Deshalb sagt Mirko auch bei aller Sicherheit des Fahrzeugs: „Du musst auf jeden Fall die Situation richtig einschätzen und kein Risiko eingehen. Als Busfahrer bist du für sämtliche Fahrgäste verantwortlich. Darüber muss man sich immer im Klaren sein, da ist es egal, ob du Touristen, einen Flughafentransfer von A nach B oder eine Sportmannschaft fährst. Sobald ein Fahrgast bei dir in den Bus steigt, bist du für diese Person verantwortlich.“
Deswegen betont Mirko: „Man muss das mit gesundem Menschenverstand angehen und wirklich abwägen, was man der Maschine zutrauen kann und wann man lieber mal stehen bleibt, um niemanden zu gefährden.“
Mehr zum Thema, was man als Busfahrer beachten muss, lest ihr hier.
Das Neueste vom Blog
-
2026/07/16Solche Unwetter wie am 13. Juli sieht man in Hannover eher selten. Um halb zehn abends herum fing es plötzlich an zu blitzen – und es hörte einfach nicht mehr auf.Heftiges Unwetter schüttelt Hannover durch – Was bedeuten schwere Stürme für Busfahrer Mirko?Mehr lesen -
2026/07/15Endlich! Markus Trojak ist wieder „On The Road“. Der Trucker darf nach knapp drei langen Jahren wieder tun, was er am liebsten tut: Fahren! Und das in seinem Traumwagen.Traum-Truck und neue Chance für Markus - Lkw-Fahrer feiert sein emotionales ComebackMehr lesen -
2026/07/09Wer viele Stunden im Lkw verbringt, benötigt Arbeitskleidung, die sowohl bequem als auch funktional ist. Aber was gehört alles dazu, und was ist zu beachten?Arbeitskleidung im Lkw: Komfort und Sicherheit im ArbeitsalltagMehr lesen