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Verantwortungsvolles Fahren im Straßenverkehr

Verantwortungsvolles Fahren im Straßenverkehr

Mehr Sicherheit durch größeren Fahrabstand

Laut einer Studie der London Cycling Campaign sind bis zu zwei Drittel aller Radfahrer durch enge Überholmanöver von Autos gefährdet. Als Reaktion auf dieses Sicherheitsrisiko haben Continental und die LLC eine Bildungs- und Sensibilisierungsinitiative mit dem Namen „Stay Wider of the Rider“ (Mehr Abstand zum Radfahrer) ins Leben gerufen.

Stay wider of the rider logo

Die Ergebnisse einer Umfrage*, an der knapp 3000 Personen online teilnahmen, belegen, dass 23 % der Radfahrer mindestens ein knappes Überholmanöver pro Fahrt erleben. Weitere 45 % gaben an, dass dies sogar noch häufiger passiere. Das bedeutet, dass zwei Drittel aller Radfahrer regelmäßig mit diesem Problem konfrontiert sind, das ein beträchtliches Unfall- und Verletzungsrisiko birgt.

An anderer Stelle wurden die Radfahrer aufgefordert, ihre Erfahrungen mit engen Überholmanöver auf einer Skala von 0 bis 5 zu bewerten, wobei 5 für die größte Gefahr stand. Das Durchschnittsergebnis lag bei 4.

Die Umfrage der LCC ergab außerdem, dass sich viele Radfahrer wegen der engen Überholmanöver genötigt sahen, ihr Verhalten zu ändern.

  • 50 % sagten, dass sie inzwischen so oft wie möglich in der Mitte der Fahrbahn fahren;
  • 32 % gaben an, ihre Fahrstrecken geändert zu haben;
  • 22 % gaben zu, dass sie Fahrten auf verkehrsreichen Straßen wegen der Gefahr durch enge Überholmanöver vermeiden.

“As a committed partner of events like Prudential RideLondon, we believe it is crucial that drivers and cyclists can be safe side-by-side when traveling. Initiatives such as the Stay Wider of the Rider campaign reaffirm the idea of how we can raise much-needed awareness to ultimately keep every road user safe.”

Mark Griffiths, Der Continental-Sicherheitsexperte

Stay wider of the rider

Tipps für Autofahrer

Die sichere Distanz beim Überholen von Radfahrern hängt von der Geschwindigkeit und Größe des Autos ab. Grundsätzlich empfiehlt die britische Straßenverkehrsordnung, Fahrrädern genauso viel Platz wie beim Überholen wie Autos zu lassen. Im Rahmen von „Stay Wider of the Rider“ geben Continental und die LCC genauere Empfehlungen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ab.

  • Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h sollte man mindestens 1,5 m Abstand halten.
  • Bei einer Geschwindigkeit von über 50 km/h sollte man mindestens 2 m Abstand halten.
  • Bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h sollte man Radfahrer nur überholen, wenn man mindestens 1 m Abstand halten kann.

Ist nicht genug Platz, um sicher zu überholen, sollten Autos solange hinter den Radfahrern bleiben, bis genügend Platz ist.

Ein ausreichender Abstand zu den Fahrrädern ist wichtig, da enge Überholmanöver Radfahrer erschrecken können und zudem gefährlich sind. Schließlich ist es verständlicherweise angsteinflößend, wenn einem ein Koloss mit einem Gewicht von einer Tonne zu nahekommt.

Fast jeder dritte gemeldete Beinaheunfall zwischen Fahrrädern und Autos geht auf zu enge Überholmanöver zurück. Das ist nicht nur gefährlich für die Radfahrer, sondern hält auch andere davon ab, auf nachhaltige Verkehrsmittel umzusteigen. Die Angst vor Verkehrsunfällen ist einer der Hauptgründe dafür, warum Menschen nicht aufs Rad steigen.

Denken wie ein Radfahrer

Fahrradfahrer im Stadtverkehr halten gerne Abstand zum Bordstein und zu geparkten Autos oder fahren sogar in der Fahrbahnmitte, um ihre eigene Sicherheit zu erhöhen.

Ein Abstand von mindestens einem Meter zu den geparkten Fahrzeugen soll Unfälle durch Autotüren verhindern, die plötzlich geöffnet werden. Wer einen Radfahrer näher an geparkte Autos drängt, indem er sie zu eng überholt, riskiert eine Kollision, bei der der Radfahrer vor ein fahrendes Auto geschleudert werden könnte.

An Kreuzungen achten aufmerksame Radfahrer darauf, möglichst gut sichtbar für herannahende Fahrzeuge zu sein. Dies ist am ehesten in der Fahrbahnmitte der Fall. Denn wer mitten auf der Straße fährt, ist sicherer als am Fahrbahnrand. Fahrradfahrer machen Autos Platz, wenn dies ohne Gefahr für ihre eigene Sicherheit möglich ist.

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„Was wir dringend brauchen, ist eine noch viel größere Kampagne, damit wir Millionen von Autofahrern für die Gefahren durch enge Überholmanöver sensibilisieren können. Die LCC wird sich auch in Zukunft für spezielle Radfahrerbereiche einsetzen. Wir brauchen aber Initiativen wie ‚Stay Wider of the Rider‘, um Autofahrer zu sensibilisieren und die Gefahr für Fahrradfahrer im Straßenverkehr zu verringern.“

Tom Bogdanowicz, bei der London Cycling Campaign zuständig für Politik und Entwicklung

*Online-Umfrage vom 19. bis 25. Juni 2018 über SurveyMonkey; dabei wurde den über 20.000 Mitgliedern und Unterstützern der LCC ein Link zur Umfrage zugesendet. Knapp 3000 Personen nahmen an der Umfrage teil.